10 wichtige Erfahrungen aus dem ersten Jahr in der Selbstständigkeit – Teil 1

Im Frühjahr 2017 habe ich mich für den Schritt in die Selbstständigkeit entschieden und somit in eine aufregende und abwechslungsreiche Zeit gewagt. In dem folgenden 2-teiligen Blog erzähle ich von meinen 10 wichtigsten Erfahrungen, die ich bis hier her gesammelt habe.

 

1. Das richtige Mindset finden

Alles was wir erleben, fing mal irgendwann als Idee an. Um aber nicht wahllos einfach nur Dinge zu erleben, sondern das ganze auch noch erfolgsorientiert zu tun, habe ich mir ein persönliches Mindset erstellt. Viele von uns tragen es schon lange in sich, doch sie wissen noch nichts davon – mein Hauptfaktor dabei ist ein positives und optimistisches Denken. Denn wie kann ich ein Ziel erreichen ohne an mich selbst zu glauben und zu wissen, dass ich die Fähigkeiten habe dieses Ziel auch zu erreichen? Gedanken wie: “Du darfst keine Fehler machen!” oder “Gehe keine Risiken ein.” sind hier völlig fehl am Platz, doch jeder von uns hat das schon mal gehört – sie existieren in meinem Mindset nicht. Stattdessen habe ich  Gedanken wie: “Lerne von Menschen, die bereits so sind, wie du es werden willst.” – ganz im Sinne von [Fake it, till you make it] ohne jemanden dabei nachzuahmen. Denn ich weiß, dass ich Stärken und Schwächen habe, auf die ich zählen kann um an das gewünschte Ziel zu gelangen.

Ganz wichtig für mich: Es gibt keine Probleme, sondern nur noch-nicht-gefundene-Lösungen für eine Sache! Und noch wichtiger: Es gibt keine sogenannte Work-Life-Balance. Alles was ich mache ist im Gleichgewicht von Life-Life.

 

2. Kommunikation, das A & O!

Wir kommunizieren jeden Tag, doch es gibt sehr viele Formen davon. Zum Beispiel gibt es Verkaufsgespräche mit Kunden in verbaler oder schriftlicher Form. Alles ist Kommunikation! Ob direkt, indirekt oder vielleicht auch durch Bilder. Doch das Wichtigste dabei ist das Zuhören! Wenn ich lange genug zuhöre, aber trotzdem nicht genau weiß worum es meinem Gegenüber geht, stelle ich eine Frage, um mehr darüber zu erfahren, was mein Gesprächspartner will und um darauf eingehen zu können – ganz besonders bei einem Kundengespräch. Denn erst dann kann ich mit den simpelsten Techniken der Retorik darauf reagieren. Ein anderer, aber sehr wichtiger Faktor ist die Körpersprache. So kommt zum Beispiel das schönste Kompliment nicht wirklich glaubhaft rüber, wenn man dabei steif wie ein Soldat steht. Hier erinnere ich mich wieder an mein Satz aus dem Mindset: Ich beobachte die Menschen, deren Körpersprache ich mag und einladend finde, um mir manche Dinge abzuschauen und anzuwenden.

 

3. Prioritäten setzen

Ich habe ganz schnell zu Begin meiner Selbstständigkeit festgestellt, dass es ständig und von überall Input gibt, der mich erreichen will. Seien es Nachrichten, Anrufe oder Reaktionen auf meinen Social-Media Kanäle per Smartphone. Hinzu kommen ständige Angebote und Werbeplakate in der Öffentlichkeit, die wir unterbewusst wahr nehmen und unsere Aufmerksamkeit für wenige Sekunden gefangen halten. Mails von Kunden, die möglichst zeitnah beantwortet werden wollen und viele weitere Dinge, die in meinem Alltag auf mich einwirken – und ganz nebenbei stehe ich natürlich selbst auf der Leiter und bemale die Wände meiner Kunden!

Um bei all dem Input nicht den Überblick zu verlieren, hilft mir die “Eisenhower-Technik”. Hierbei unterscheide ich wichtige und dringende Aufgaben von denen, die weniger eilig aber ebenfalls wichtig sind und kann alles Schritt für Schritt abarbeiten. Eine unfassbar simple Methode die Aufgaben im Alltag zu meistern – das gilt nicht nur für Unternehmer! Zusätzlich prüfe ich jede meiner kurz-/ mittelfristigen Ziele auf die “SMART-Methode” (nach Heiner und Beywel von 1999)

Specific – Ein klares Ziel defineren.

Measurable – Es sollte ganz konkret messbar sein.

Attainable – Ist das Ziel überhaupt erreichbar für mich?

Relevant – Ist es etwas, was ich wirklich aus tiefstem innneren möchte?

Time-bound – Ich lege mir einen Zeitpunkt/Datum fest, bis wann ich dieses Ziel erreicht haben sollte.

 Foto: Pixabay

4. Einfach mal damit anfangen!

Wer kennt das nicht? Ich erwische mich oft dabei Pläne zu schmieden über dieses und jenes. Ich möchte, dass alles perfekt aussieht und geplant ist, bevor ich damit in die Öffentlichekit gehe, oder es beginne umzusetzen – aber manchmal sollten wir auf unsere Fähigkeiten setzen und es einfach starten; auch wenn es noch nicht bis ins letzte Detail geplant ist. Denn vieles entsteht beim Machen! Ich denke gerne in Metaphern, was mir dabei hilft Situationen besser zu verstehen und aus anderen Perpektiven zu betrachten: Ich finde das Leben ist manchmal vergleichbar mit “Rummikub” – ein Gesellschaftsspiel, bei dem man gegebene Konstellationen mit den Spielkarten auf dem Feld neu verbinden und ansetzen muss, um zu gewinnen. Wenn also 4 Mitspieler die Konstellation vor meinem Spielzug ändern, ist es völlig überflüssig welche Pläne und Taktiken ich mir für meinen Zug überlegt habe. Denn bis ich am Zug bin, hat sich das ganze Spielfeld wieder gewandelt und ich muss mit den neuen Gegebenheiten weiterarbeiten.

Mein Fazit also: Einfach machen! Die Dinge ändern sich sowieso und wir lernen mit der Zeit intuitiv darauf zu reagieren, um an das gewünschte Ziel zu gelangen.

 

5. Ziele und Visionen haben

Wie schon unter Punkt 3 angeschnitten prüfe ich meine Ziele erstmal auf die SMART-Methode. Das funktioniert allerdings nicht bei allen Zielen. Bei langfristigen Zielen zum Beispiel ist es nicht möglich, weil sich die Gegebenheiten in dieser großen Zeitspanne ändern und ich die einzelnen Faktorten dieser Methode immer wieder anpassen muss. Deswegen ist es mir wichtig eine Vision zu haben, die momentan noch unerreichbar scheint – das ist okay, denn es ist eine Vision – ein Traum sozusagen. Auf dem weg zu dieser Vision setze ich mir dann kleine Ziele, die mich näher an meine Vision bringen und für mich ganz klar definiert und erreichbar sind. (→mit der smart-methode)  Es ist ultimativ wichtig immer wieder kleine Erfolgserlebnisse zu haben, um weiter motiviert zu bleiben.


In dem folgenden Blog-Artikel erzähle ich von 5 weiteren Erfahrungen, die mich in meiner Zeit der Selbstständigkeit beschäftigen.

Mehr Bilder und Details zu meinen Arbeiten finden Sie auf Facebook und Instagram.

Facebook Kommentare

8 Kommentare zu “10 wichtige Erfahrungen aus dem ersten Jahr in der Selbstständigkeit – Teil 1

  1. Lieber Florian,

    ein ganz starker Blog mit grossartigen Inhalten. Es ist mir immer wieder eine Freude miterleben zu dürfen, was Dein Geist info Deine Hände erschaffen.

    Vielen Dank für alles und das Du so bist wie Du bist.

    Liebe Grüsse aus Isernhagen ?????

    1. Lieber Matthias,
      vielen Dank für dein Feedback. Das bedeutet mir sehr viel 🙂 Mach deine Sache so stark weiter, wie bisher! Viele Grüße

  2. Hallo Florian,

    “Ich finde das Leben ist manchmal vergleichbar mit “Rummikub” – ein Gesellschaftsspiel, bei dem man gegebene Konstellationen mit den Spielkarten auf dem Feld neu verbinden und ansetzen muss, um zu gewinnen. Wenn also 4 Mitspieler die Konstellation vor meinem Spielzug ändern, ist es völlig überflüssig welche Pläne und Taktiken ich mir für meinen Zug überlegt habe. Denn bis ich am Zug bin, hat sich das ganze Spielfeld wieder gewandelt und ich muss mit den neuen Gegebenheiten weiterarbeiten.”

    Ich bin Unternehmer und Vater von zwei Kindern, mit denen ich öfter Rummikub spiele. Auf den Vergleich zum Unternehmertum und Planungen bin ich noch gar nicht gekommen. Je mehr ich darübere nachdenke, desto klarer wird das Bild für mich. Top!!!

    Viel Erfolg für Dich,
    Dirk
    Gründer von wwww.deal4tool.com dem ersten Portal für Sonderwerkzeuge

    1. Hi Dirk, vielen Dank für deine Nachricht.
      Dieser Gedanke ist mir im letzten Urlaub gekommen, als wir wieder mal zusammen saßen und einen Spieleabend stratet hatten. Ich habe mich, wie so oft selbst dabei erwischt, wie ich mich über genau dieses Thema aufrege – und habe dann festegestellt, dass es nichts bringt verbissen zu Planen. Also habe ich das Spiel beobachtet und mir bei meinem Zug die Zeit genommen, die ich brauche. Gaaanz in Ruhe und wohl bedacht 🙂
      Schön, dass du auch gerne Rummikub spielst und die Message bei dir angekommen ist.
      Viele Grüße

Schreibe einen Kommentar