10 wichtige Erfahrungen aus dem ersten Jahr der Selbstständigkeit – Teil 2

10 wichtige Erfahrungen aus dem ersten Jahr der Selbstständigkeit – Teil 2

 

Im zweiten Teil meines Blogs möchte ich gerne fünf weitere Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr meiner Selbständigkeit teilen. Und zwar mit diesen Themen:

6. Nein sagen lernen

Jeder Selbständige kennt das, ob Einsteiger oder erfahrener Unternehmer – gerade zu Beginn ist man über jeden Auftrag froh. Allerdings sollte man seine Meinung nochmal gründlich überdenken wenn man bei einem potentiellen Kunden ein komisches Gefühl in der Bauchgegend hat. Es gibt lukrative Projekte – und eben die, die es nicht sind. Klar braucht man zu Anfang Aufträge, doch sollte man darauf achten wie effektiv sie sind.

Natürlich gibt es auch Aufträge, die nicht so effektiv sind. Teilweise nehme ich auch diese an, weil ich dadurch eine wichtige Referenz bekomme oder einen neuen Kontakt knüpfe.

Besipiel: Ein gewerbetreibender Kunde wünscht sein Schaufenster zu verschönern. Es ist ein gut laufendes Geschäft im Zentrum einer großen Einkaufspassage. Trotz unterschiedlicher Vorstellungen von meinem Kunden und mir gehe ich auf den Deal ein – und schon habe ich eine dauerhafte Werbefläche in einem Bereich, der von vielen potentiellen Kunden besucht wird. Bestenfalls platziere ich an diesem Platz noch meine Visitenkarten oder spreche mit dem Auftraggeber ab, auch mein Logo mit auf der Wand zu integrieren.

Hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.

7. Re-Investition und Rücklagen

Natürlich reicht das Geld anfangs gerade mal zum Leben aus – wenn es gut läuft! Allerdings sollte man sich möglichst schnell daran gewöhnen, sich von einem gewissen Teil des Gewinns wieder zu lösen. Und gleich in neue Technik, Werbung oder Kundengewinnung zu investieren. Das trägt langfristig zum Wachstum des eigenen Unternehmens bei – auch wenn der Kontostand auf den ersten Blick wieder sinkt. Schließlich denken wir nicht von Mittags bis Abends, sondern langfristig.

Aus diesem Grund ist es ebenso wichtig, Rücklagen zu bilden. Anders als im Angestelltenverhältnis oder als Bezieher eines Festlohns  schwanken die Einnahmen eines Selbständigen. Schlechte Auftragslage, säumige Zahler und vieles mehr kann zum Rückgang der Einnahmen führen und daher ist ein Polster unbedingt notwendig!

8. Website

Eine eigene Website als Selbständiger ist in der heutigen Zeit ein absolutes Muss! Nicht nur die jüngere Generation nutzt das Internet für Recherche nach Anbietern, Dienstleistungen und Produkten intensiv.

Aus diesem Grund war mir von Anfang an klar, dass eine Website mit einem ständig aktuellen Blog wichtiger Bestandteil der eigenen Marketing-Strategie ist.

9. Netzwerken

Kontakte sind sehr wichtig für eine erfolgreiche Selbständigkeit. Aus diesem Grunde sollte man die Möglichkeiten nutzen und andere Menschen oder Unternehmen aus der Branche kennenzulernen. Hier geht es nicht darum nach Aufträgen zu betteln, sondern um einen Erfahrungsaustausch. Denn bei einem guten Vertrauensverhältnis, ergibt sich sicher auch der ein oder andere Auftrag.

Aber auch hier gilt: Vertraue auf dein Herz und deine innere Stimme. Erfolgreich wirst du nur in einem Umfeld, in dem du dich wohl fühlst und womit du dich identifizierst! Be true to yourself.

10. Keep it simple!

Aus Angst in ein Auftragsloch zu fallen, nehmen viele Jungunternehmer sämtliche Projekte an, die in etwa in ihrem Aufgabenbereich liegen. Anstatt aber meine Lebenszeit mit Aufträgen zu belasten, die mein Unternehmen nicht in die gewünschte Richtung bringen sage ich gerne “Nein” zu diesen Aufträgen und nutze die Zeit, die ich nun wieder gut gemacht habe um mich auf mein eigentliches Ziel zu konzentrieren.

So sollte jeder Selbständige einen Bereich bedienen, in dem er wirklich gut ist. Je definierter dieser Bereich ist, desto besser.

Wenn der Wunsch des Kunden “einfach” angegangen wird, gibt es letztlich auch eine “einfache” Lösung dafür! Wozu also alles komplizierter gestalten als es in unserer Umgebung sowieso schon üblich ist?

Den ersten Artikel von dieser Fortsetzung verpasst?

Hier ist der Link zum ersten Teil dieses Blogs.

Facebook Kommentare

3 Kommentare zu “10 wichtige Erfahrungen aus dem ersten Jahr der Selbstständigkeit – Teil 2

  1. Sehr gut geschrieben.
    Bin seit 1990 schon Selbständig und man lernt nie aus.
    Auch nach einer schweren Krankheit habe ich nicht einfach aufgegeben und wieder nach Vorne gesehen. Man sollte nie an sich selber zweifeln.
    Gruß aus Regensburg
    Thomas Hempel

    1. Hallo Thomas,
      das sehe ich genau so! Es erfordert viel Kraft und Selbstdisziplin um nach einem Rückschlag wieder weiter zu machen. Respekt an deinen Mut und deine Willensstärke! Viele Grüße aus Frankfurt

  2. Du schreibst super!
    Ich erkenne die meisten Punkte bei mir selbst wieder & sie sind wirklich alle wahr!
    Mach weiter so! 🙂 Viel Erolg auf Deinem Weg & ich hoffe, man sieht sich bald mal wieder.
    Jasmin

Schreibe einen Kommentar